E63 S für 65 000 CHF verkauft: Was bleibt beim Kommissionsverkauf wirklich übrig?
Ein Händler bot 52 000 CHF für eine E63 S – verkauft wurde sie für 65 000 CHF. Was nach Kommission und Kosten bleibt, zeigt diese Rechnung.

Bei diesem Mercedes-AMG E63 S, dem der Händler lediglich CHF 52 000 als Inzahlungnahme angeboten hatte, erzielte der Kommissionsverkauf einen Endpreis von CHF 65 000 — und der Eigentümer erhielt netto CHF 59 200 ausbezahlt. Das entspricht CHF 7 200 mehr, nach Abzug aller Kosten und der Kommission. Vom Vertragsabschluss bis zur Überweisung vergingen 23 Tage. Auf dem AMG/M/RS-Segment in der Schweiz ist das kein Einzelfall: Er zeigt schlicht die strukturelle Differenz zwischen einem Inzahlungnahme-Angebot und einem realistisch gehaltenen Marktpreis. Nachfolgend schlüsseln wir jede Position der Abrechnung auf — ohne Rundungen, ohne Abkürzungen.
TL;DR — E63 S verkauft für CHF 65 000 über den Kommissionsverkauf in Pont-en-Ogoz (Freiburg). Nach Abzug der RG-Kommission und der Aufbereitungskosten erhält der Verkäufer netto CHF 59 200 — gegenüber CHF 52 000 bei der Inzahlungnahme. Realer Mehrerlös: CHF 7 200, ohne Besichtigungstermine und ohne die rechtlichen Risiken eines Privatverkaufs.
Die vollständige Rechnung – Zeile für Zeile
Hier ist die genaue Abrechnung für diesen Mercedes-AMG E63 S – ohne geschönte Rundungen, ohne versteckte Kosten:
| Position | Betrag |
|---|---|
| Endverkaufspreis (Käufer) | 65 000 CHF |
| Kommission RG Automotive (5 %) | – 3 250 CHF |
| Aufbereitungskosten | – 1 550 CHF |
| Nettobetrag an den Verkäufer | 60 200 CHF |
Im Vergleich mit den zwei weiteren, konkret geprüften Optionen für dieses Fahrzeug:
| Szenario | Erlös für den Verkäufer | Differenz vs. Kommissionsverkauf |
|---|---|---|
| Inzahlungnahme Händler | 52 000 CHF | – 8 200 CHF |
| Direktverkauf privat (Schätzung) | 55 000 CHF | – 5 200 CHF |
| Kommissionsverkauf RG Automotive | 60 200 CHF | Referenz |
Der tatsächliche Nettovorteil gegenüber der nächstbesten realistischen Option – dem Privatverkauf – beträgt 5 200 CHF. Gegenüber der Inzahlungnahme beim Händler wächst die Differenz auf 8 200 CHF.
Was die 1 550 CHF Aufbereitung konkret umfassen
Diese Pauschale deckt alle Leistungen ab, die nötig sind, um ein Fahrzeug dieses Segments angemessen zu präsentieren:
- Vollständige Innen- und Aussenreinigung (Detailing, ein Arbeitstag)
- Professionelles Fotoshooting im Studio und im Aussenbereich
- Erstellung und Schaltung des Inserats auf AutoScout24, Comparis sowie den privaten Kanälen von RG Automotive
- Mechanische und optische Vorabkontrolle, kleinere kosmetische Korrekturen
- Organisation und Begleitung von Besichtigungen, Probefahrten und Preisverhandlungen
Bei einem E63 S würden diese Leistungen einzeln in Rechnung gestellt deutlich mehr kosten als die Pauschale. Es handelt sich um einen Fixbetrag – nicht um einen prozentualen Aufschlag.
Wer die Kosten vorschiesst, wer sie abzieht – und wann
RG Automotive übernimmt sämtliche Aufbereitungs- und Vermarktungskosten im Voraus. Der Verkäufer muss während der gesamten Verkaufsphase – auch wenn diese mehrere Wochen dauert – nichts aus eigener Tasche bezahlen.
Die 3 250 CHF Kommission und die 1 550 CHF Aufbereitungskosten werden einmalig beim Abschluss vom Verkaufserlös abgezogen – und nur dann, wenn das Fahrzeug tatsächlich verkauft wird. Findet sich kein Käufer, werden dem Eigentümer keine Kosten in Rechnung gestellt.
Warum der Händler 52 000 CHF bot für ein Auto, das 65 000 CHF wert ist
Die Differenz von 13 000 CHF ist kein Verhandlungsfehler — sie spiegelt die Kostenstruktur eines Händlers wider, die direkt ins Ankaufsangebot einfliesst. Drei Posten erklären diesen Abstand, und sie sind struktureller Natur.
Die Wiederverkaufsmarge ist bereits eingepreist
Ein Händler, der einen AMG, einen M oder einen RS ankauft, stellt ihn anschliessend 15 bis 25 % über seinem Einkaufspreis ein. Bei einer E63 S mit einem Verkaufspreis von 65 000 CHF ergibt sich daraus ein Ankaufspreis von rund 50 000 bis 55 000 CHF. Das Angebot von 52 000 CHF liegt also genau in dieser Spanne — es ist auf die Marge ausgelegt, nicht auf den tatsächlichen Marktwert.
Die gesetzliche Gewährleistung als realer Kostenfaktor
Beim Weiterverkauf an Privatpersonen trägt der Händler die gesetzliche Gewährleistungspflicht von zwei Jahren (Art. 197 ff. OR), die vertraglich bei Occasionsfahrzeugen häufig auf ein Jahr reduziert, aber nie vollständig ausgeschlossen wird. Bei einem AMG-V8 mit 4,0-Liter-Biturbo kann eine defekte Kupplung, ein MCT-Getriebe oder ein Turbolader schnell 8 000 bis 15 000 CHF kosten. Dieses Risiko wird im Ankaufsangebot einkalkuliert.
Die Kapitalbindung über Monate
Eine E63 S verkauft sich — aber nicht innerhalb weniger Tage. Das sportliche Premiumsegment dreht langsamer als ein kompakter Diesel: Erfahrungsgemäss sind 3 bis 6 Monate Standzeit einzuplanen. 52 000 CHF über sechs Monate zu binden, erzeugt Finanzierungskosten, die der Händler selbstverständlich weitergibt.
Was beim Ankauf nicht bewertet wird
Der Schweizer Occasionsmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 einen Durchschnittspreis von 37 152 CHF, ein Anstieg von 0,9 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: AutoScout24 / swissmarketplace.group). Eine E63 S liegt fast doppelt so hoch. Was auf diesem Segment den Preis bestimmt — 4,0-Liter-Biturbo, lückenloses AMG-Serviceheft, kontrollierter Kilometerstand, Originalausstattung — fliesst in die Eurotax-Bewertungsgrille, die für Ankaufsangebote herangezogen wird, kaum ein. Beim Kommissionsverkauf hingegen wird zum tatsächlichen Marktpreis verkauft, nicht zum Grosshandelspreis.
Ein Auto für 60 000 CHF privat verkaufen: die echten rechtlichen Risiken
Wer eine E63 S privat verkauft, ist nicht automatisch aus der Haftung entlassen. Das Obligationenrecht gilt – unabhängig vom Kaufpreis und unabhängig davon, ob Händler oder Privatperson verkauft.
Die Art. 197 ff. OR verpflichten den Verkäufer zur Gewährleistung für Mängel, die den Wert oder die Gebrauchstauglichkeit des Fahrzeugs mindern – auch beim Privatverkauf. Der Käufer hat zwei Jahre Zeit, Mängelansprüche geltend zu machen (vertraglich auf ein Jahr reduzierbar, aber nie auf null). Bei einem Fahrzeug für 60 000 CHF ist ein Rechtsstreit keine abstrakte Möglichkeit: Er endet vor Gericht, mit Gutachten und entsprechenden Kosten.
Die Klausel «wie besehen»: was sie wirklich abdeckt
Hier liegt das häufigste Missverständnis. Die Formel greift nur, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:
- Der Mangel war dem Verkäufer zum Zeitpunkt des Verkaufs tatsächlich nicht bekannt;
- Der Käufer wurde über bekannte Schwachstellen informiert (effektiver Kilometerstand, Fahrzeughistorie, allfällige Unfallschäden);
- Die Klausel ist schriftlich und ausdrücklich im Kaufvertrag festgehalten.
Jede Verschweigung – auch durch Unterlassung – macht die Klausel hinfällig. Wer einen Streckeneinsatz oder einen defekten Sensor «vergessen» hat zu erwähnen, verliert seinen Schutz. Details dazu finden Sie beim Touring Club Schweiz (TCS) unter den Hinweisen zum Occasionskauf.
Die spezifischen Risiken bei einem AMG
Eine E63 S vereint genau jene Merkmale, die in der Rechtspraxis problematisch sind:
- Performance-Elektronik (Race Start, Sport+-Modi, MCT-Getriebesteuerung), deren Verschleiss sich nicht am Kilometerstand ablesen lässt;
- Karbon-Keramik-Bremsen zu rund 8 000 CHF pro Achse, deren tatsächlicher Zustand eine spezifische Prüfung erfordert;
- Fahrhistorie, die von Privatverkäufern selten lückenlos dokumentiert wird.
Was RG Automotive stattdessen übernimmt
Beim Kommissionsverkauf trägt das Garage die vertragliche Gewährleistung gegenüber dem Käufer – nicht Sie. Die Pflicht, alles Ihnen Bekannte zum Fahrzeug wahrheitsgemäss offenzulegen, bleibt bei Ihnen: Diese Obliegenheit lässt sich nicht delegieren. Die technische Verantwortung, die Kontrollen vor der Übergabe und die Abwicklung eines allfälligen Rechtsstreits fallen jedoch nicht mehr in Ihren Verantwortungsbereich.
Was der Kommissionsverkauf in Freiburg und der Westschweiz konkret verändert
Von Pont-en-Ogoz aus erreicht RG Automotive mit einer einzigen Annonce sowohl deutsch- als auch französischsprachige Käufer – etwas, das einem Privatverkäufer aus einer einzelnen Sprachregion schlicht nicht möglich ist. Freiburg liegt verkehrstechnisch günstig: 40 Minuten nach Bern, 45 nach Lausanne, eine Stunde nach Zürich auf der Autobahn. Beim E63 S kamen ernsthafte Anfragen gleichermassen aus Waadt und Genf wie aus Bern und Solothurn. Der Käufer, der schliesslich unterschrieb, reiste aus der Deutschschweiz an.
23 Tage vom Depot bis zur Unterschrift
Das Fahrzeug wurde an einem Montag in Kommission gegeben. Der Kaufvertrag wurde 23 Tage später unterzeichnet – nach drei Probefahrten und einer vom Käufer beauftragten unabhängigen Inspektion. Diese Frist liegt im oberen Normbereich für das Segment zwischen 50 000 und 80 000 CHF, wo Käufer sich Zeit nehmen, vergleichen und häufig vor dem Entscheid eine Expertise einholen. Ein Privatverkauf im gleichen Preissegment dauert erfahrungsgemäss oft über drei Monate, mit einer hohen Abbruchquote auf Verkäuferseite.
Der Unterschied liegt im Dossier
Was dazu führt, dass der angesetzte Preis ohne langes Feilschen akzeptiert wird, ist nicht die Annonce selbst – sondern das Dossier, das sie begleitet:
- Professionelle Fotodokumentation im Studio und im Freien, 60 Aufnahmen inklusive Motorraum, Unterboden und Verschleissdetails
- Interner Inspektionsbericht mit 40 Prüfpunkten, dem Käufer vor der Probefahrt ausgehändigt
- Vollständige Servicehistorie, rekonstruiert mit Original-Mercedes-AMG-Rechnungen, digitalem Serviceheft und Prüfprotokollen
- Video von Kaltstart und Beschleunigung, das ernsthaften Interessenten zugestellt wird
Diese Aufbereitung beansprucht zwei bis drei Arbeitstage pro Fahrzeug. Sie erfordert Zeit, die Privatpersonen selten haben, sowie kombiniertes Fachwissen in Fotografie und Mechanik. Die praktischen Details zum Kommissionsmandat finden Sie auf /depot-vente, die Vorstellung des Ateliers auf /le-garage.
Warum der Käufer 65 000 CHF zahlte – ohne zu verhandeln
Der Käufer akzeptierte den Preis, weil die Unterlagen keine offenen Fragen liessen. In diesem Segment ist nicht das Fahrzeug selbst der Kostentreiber – es ist die Unsicherheit. Wer diese beseitigt, rechtfertigt einen Aufpreis von 3 000 bis 5 000 CHF gegenüber einem vergleichbaren Privatinserat.
Unterlagen, die Fragen beantworten, bevor sie gestellt werden
Drei Dokumente haben beim Besichtigungstermin den Ausschlag gegeben:
- Vollständiges AMG-Serviceheft, lückenlos abgestempelt, mit jeder Wartung im Vertragsnetz oder bei einem nachweisbaren Spezialisten
- Originalrechnungen für alle grösseren Arbeiten (Pneus, Bremsen, Getriebeölwechsel, Kompressorenprüfung)
- Unabhängiges Inspektionsprotokoll, vor der Inverkehrsetzung erstellt und dem Käufer zusammen mit dem Prüfbericht ausgehändigt
Der Käufer verbrachte fünfzehn Minuten mit dem Dossier. Keine einzige Frage zur Fahrzeughistorie blieb ohne schriftliche Antwort. Genau das verschiebt eine Preisverhandlung: Sobald der Zweifel entfällt, entfällt auch das Argument für einen Rabatt.
Ein Ansprechpartner, der auch nach dem Kauf erreichbar ist
Einen E63 S privat zu kaufen bedeutet, von jemandem zu kaufen, den man wahrscheinlich nie wiedersieht. Der Kauf über ein professionelles Garage-Unternehmen bedeutet, eine Adresse zu haben, an die man sich in den Wochen nach dem Kauf wenden kann, falls ein technischer Punkt geklärt werden muss. Diese Kontinuität hat einen realen Wert – besonders bei einem V8-Biturbo, bei dem eine Intervention schnell ins Geld gehen kann.
Der Vergleich, den der Käufer im Kopf hatte
Zur gleichen Zeit war ein vergleichbarer E63 S auf einem Schweizer Occasionsportal für 61 500 CHF als Privatangebot inseriert. Ähnlicher Kilometerstand, gleiches Baujahr. Aber: kein Inspektionsprotokoll, ein angegebener Vorbesitzer ohne Nachweis, lückenhaftes Servicehistoire. Die Differenz von 3 500 CHF deckt genau das Risiko ab, das der Käufer nicht alleine tragen wollte.
Die aktuell bei RG Automotive im Kommissionsverkauf verfügbaren Premiumfahrzeuge finden Sie auf unserer Kaufseite.
In welchen Fällen der Kommissionsverkauf nicht sinnvoll ist
Der Kommissionsverkauf ist keine Universallösung. Es gibt vier Situationen, in denen der Direktverkauf die rationalere Wahl bleibt.
Fahrzeug unter 15 000 CHF
Unterhalb dieser Schwelle frisst die Kommission einen unverhältnismässig grossen Teil des Erlöses. Bei einem Fahrzeug mit einem Angebotspreis von 12 000 CHF liegt die Differenz zwischen Direktverkauf und professionellem Verkauf häufig bei 1 500 bis 2 500 CHF — also ungefähr dem, was die Dienstleistung kostet. Die Rechnung geht nicht mehr auf. Ausser in besonderen Fällen (Erbschaft, Auswanderung) bleibt der Privatverkauf hier die vernünftigere Option.
Gängige Modelle mit hoher Marktliquidität
Ein Golf 2019 Benziner, ein aktueller Clio, ein Octavia Kombi Diesel — solche Fahrzeuge verkaufen sich auf AutoScout24 innerhalb von zwei bis drei Wochen von selbst, zu einem gut dokumentierten Marktpreis. Das rechtliche Risiko ist überschaubar, da der typische Käufer das Modell kennt und weiss, worauf er achten muss. Der Preisunterschied zwischen Privat- und Profiverkauf ist gering. Die Liquidität des Marktes erledigt die Arbeit für Sie.
Verkäufer mit Zeit und Erfahrung
Der Kommissionsverkauf kauft Ihnen Zeit und Gelassenheit. Wer werktags verfügbar ist, den Umgang mit dem Strassenverkehrsamt kennt, Besichtigungen ohne Aufwand organisieren kann und einen realistischen Preis ansetzt, braucht keinen Vermittler. Der Mehrwert des Kommissionsverkaufs entsteht genau dort, wo der Eigentümer diese Schritte nicht selbst übernehmen will oder kann.
Fahrzeug mit problematischer Vorgeschichte
Nicht gemeldete Unfälle, fragwürdiger Kilometerstand, unsachgemässe Reparaturen, lückenhafter Serviceausweis: Ein seriöser Kommissionär wird den Auftrag ablehnen oder ihn nur zu einem Preis annehmen, der den tatsächlichen Zustand ehrlich widerspiegelt. Der Kommissionsverkauf ist kein Instrument, um Fahrzeuge zu verkaufen, die sich anderweitig nicht verkaufen lassen. Die Transparenz, die ein Profi einfordert, legt offen, was ein Privatverkäufer — auf eigenes Risiko — hätte verschweigen können.
Häufige Fragen zum Fahrzeug-Kommissionsverkauf in der Schweiz
Wie lange dauert es, ein Premiumfahrzeug im Kommissionsverkauf zu verkaufen?
Für die meisten gut positionierten Premiumfahrzeuge sollten Sie 30 bis 90 Tage einplanen. Eine neuere deutsche Limousine mit gefragter Ausstattung findet oft innerhalb von 3 bis 6 Wochen einen Käufer. Für seltenere Modelle — Sportwagen, Youngtimer oder ungewöhnliche Konfigurationen — kann es 3 bis 6 Monate dauern, bis der passende Käufer gefunden ist. Ein falsch angesetzter Preis kann diesen Zeitraum leicht verdoppeln. Daher ist die Ersteinschätzung entscheidend.
Wer legt den Verkaufspreis fest — Sie oder RG Automotive?
Der Preis wird gemeinsam festgelegt. RG Automotive schlägt eine Preisspanne vor, die auf einer Marktanalyse basiert: vergleichbare Inserate auf AutoScout24 und Comparis, aktuelle Verkaufspreise sowie die historische Kursentwicklung des Modells. Das letzte Wort haben Sie als Verkäufer. Wir empfehlen selten, über die ermittelte Spanne hinauszugehen — ein überteuert angebotenes Fahrzeug verliert mit der Zeit an wahrgenommenem Wert.
Was passiert, wenn das Fahrzeug nicht innerhalb der vereinbarten Frist verkauft wird?
Der Vertrag sieht eine verlängerbare Mandatsdauer vor, in der Regel 3 Monate. Nach Ablauf stehen drei Möglichkeiten offen: den Preis anpassen, das Mandat verlängern oder das Fahrzeug ohne Vertragsstrafe zurücknehmen — abzüglich der angefallenen Kosten für Reinigung, Expertise und Fotografie. Es besteht keine Verpflichtung, das Fahrzeug unter Wert zu verkaufen.
Gilt die Schweizer Mehrwertsteuer auf die Kommission?
Ja. Die von RG Automotive in Rechnung gestellte Kommission unterliegt der Schweizer Mehrwertsteuer von 8,1 %. Für Sie als Privatverkäufer ist der Fahrzeugverkauf selbst nicht mehrwertsteuerpflichtig — es handelt sich um eine Privatveräusserung über einen Vermittler. Nur die Dienstleistung des Kommissionärs ist steuerbar. Die in unseren Beispielen genannten Beträge verstehen sich inklusive dieser Mehrwertsteuer.
Kann man ein Fahrzeug in Kommission geben, das noch unter Leasing oder Kredit steht?
Ja, sofern der Vertrag zum Zeitpunkt des Verkaufs abgelöst wird. Das Finanzierungsinstitut stellt einen Rückkaufsbetrag in Rechnung; der Verkaufserlös deckt diesen Betrag zuerst ab, der verbleibende Rest geht an Sie. Wir koordinieren die Abwicklung mit der Bank oder dem Leasinggeber, damit es beim Eigentumsübergang zu keinen administrativen Verzögerungen kommt.
Jeder Fall hat seine eigenen Zahlen — eine E63 S folgt anderen Gesetzmässigkeiten als ein zehn Jahre alter Diesel-Kompaktwagen. Wenn Sie zwischen Inzahlungnahme, Direktverkauf und Kommissionsverkauf abwägen, ist der einfachste erste Schritt, uns die Fahrzeugdaten über unser Schätzformular zu schicken. Sie erhalten eine begründete Marktpreisspanne und eine vorläufige Nettoberechnung — unverbindlich. Sie können auch direkt vorbeikommen und sich im Showroom ein Bild vom Aufbereitungs- und Präsentationsniveau machen, das wir jedem anvertrauten Fahrzeug zukommen lassen.